SEO im Zeitalter von digitalen Sprachassistenten

Wo liegt der Nutzen von Voice Search?

Die digitalen Sprachassistenten wie Siri oder Alexa gewinnen an Bedeutung – sowohl für die User als auch für das Marketing, im Sinne von Voice Search. Die Anzahl an Suchanfragen per Sprachsuche steigt stetig an. Doch was müssen Vermarkter tun, um diesen Trend zielführend für sich einzusetzen?

Was bedeutet Voice Search eigentlich und wo liegt die Herausforderung für Unternehmen?

Viele User verwenden bereits digitale Sprachassistenten und fragen diese nach Angeboten, Tipps, Adressen oder Öffnungszeiten von Geschäften. Ist die Frage gestellt, sucht der digitale Sprachassistent in einer Suchmaschine nach passenden Ergebnissen. Im Gegensatz zu der gewöhnlichen Suche, bei der dem User viele Ergebnisse präsentiert werden und er sich das passendste Ergebnis auswählen kann, bekommen User bei der Voice Search nur ein einziges Ergebnis geliefert.

Diese veränderten Suchanfragen sind zwar herausfordernd für Unternehmen, aber auch eine Chance, groß rauszukommen.

Wie helfen Featured Snippet, Ladezeiten und Longtail-Keywords?

Eine Möglichkeit für Vermarkter ist der Einsatz von Featured Snippets. Um den Usern relevante Ergebnisse zu liefern und somit in der Suchmaschine weiter oben zu erscheinen ist die Optimierung auf Featured Snippets sehr empfehlenswert. Ein Featured Snippet stellt ein extra großes Suchergebnis dar, welches vor allen anderen Wettbewerbern in der Google Suche platziert wird. Die Sprachassistenten lesen diese Featured Snippets besonders oft vor.
Es gibt mehrere Vorgehensweisen, welche die Wahrscheinlichkeit auf ein Featured Snippet erhöhen. Zunächst sollten die Texte der Webseite gezielt auf mögliche Fragen der User abgestimmt werden. Als besonders relevant werden vor allem die Webseiten eingestuft, bei denen sowohl die Fragen der User als auch die Antworten beziehungsweise Lösungen dazu im Text eingebunden werden. Insbesondere eignen sich hier FAQ’s. Außerdem soll auf die Lesbarkeit geachtet werden. Die Sätze sollten möglichst kurz und einfach formuliert werden. Außerdem können Tabellen nur schwer von der Sprachsuche erfasst werden und sollten deshalb vermieden werden.

Des Weiteren ist zu beachten, dass Sprachsuchen besonders häufig von mobilen Geräten ausgeführt werden und somit auf diese optimiert werden müssen. Ist die Ladezeit einer Webseite zu lang, so wird sie von der Sprachsuche ignoriert. Um die Ladezeit einer Webseite möglichst einfach zu verkürzen, bietet sich vor allem die Reduzierung der Bildgrößen, ein schnellerer Server sowie das Komprimieren der Webseite an.

Zusätzlich ist es sinnvoll, die Keywords der Webseite für die Sprachsuche zu optimieren. Es gibt Unterschiede zwischen dem, was die User den digitalen Sprachassistenten fragen und dem, was sie von Hand in der Suchmaschine eintippen würden. Oft formulieren User bei der Interaktion mit einem Sprachassistenten die Frage ausführlicher oder benutzen ein anderes Vokabular. Deshalb eignen sich besonders Longtail-Keywords, die aus mehreren Wörtern bestehen und sich am natürlichen Sprachgebrauch orientieren, um die Fragen der User optimal aufzugreifen. Hierbei können sogar ganze Fragestellungen ein Longtail-Keyword bilden.

Insgesamt stellen digitale Sprachassistenten nicht nur eine Herausforderung für das Marketing dar, sondern auch eine große Chance. Befolgt man die Tipps, stehen die Chancen gut, dass bald auch der eigene Beitrag von dem Sprachassistenten im Wohnzimmer vorgelesen wird.

Quellen:
Lead digital: „Ok Google“: Wie verändert Voice Search SEO?
Textbest: Voice Search und SEO: So optimieren Sie Texte für Alexa, Siri & Co
Drews, Steffan und Martin Grahl (2020): Voice SEO – Wie man in der Sprachsuche oben rankt, in: Website Boosting #61, 46-51.

Bild:
HeikoAL