Illustrationen – alles außer Mainstream

Illustrationen – alles außer Mainstream

Zahlreiche internationale Musik- und Kunstfestivals benutzen sie schon. Kleinere Manufakturen aus der Lebensmittel- und Pflegeproduktbranche ebenfalls. Die Rede ist von selbstillustrierten Werbeplakaten und Produktverpackungen. Stichwort „illustratives Branding„, eine in Deutschland leider zur Zeit noch viel zu selten praktizierte Möglichkeit, um sich mit humorvollen Kampagnen von der breiten Werbemasse abzuheben.

Das national populärste Beispiel, die Opel-Kampagne „Umparken im Kopf“ zeigt, dass es sich durchaus lohnt, das Unternehmensbranding nicht nur auf Fotografie zu beschränken. Illustrationen wirken häufig unverwechselbarer als ihre fotografischen Alternativen. Auf den ersten Blick erscheinen sie wie Relikte aus der Vergangenheit. Vielleicht ist es aber eben genau dieser Retro Charakter, der die neue Konsumentengeneration besonders anspricht und deren erwünschten Werte wie Ökologie, Authentizität und Individualität am besten verkörpert.

Genau wie Cartoons kann illustrierte Werbung auf kleinstem Raum eine Story erzählen. Zugleich ist es eine charmante Alternative, um mal nicht mainstream zu sein.

Quelle:
Schmid, P. (2016), Illustratives Branding, in: Page 09.2016, S. 16-25.